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Theater Thikwa
Fidicinstraße 40
10965 Berlin Kreuzberg

Telefon: 030/6911211

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Bild von Theater Thikwa

Das Theater Thikwa bringt seit 1990 behinderte und nicht behinderte Schauspieler, Tänzer und Regisseure zusammen. Gemeinsam untersuchen sie die Künste Schauspiel, Performance, Musik, Sprache und Tanz und deren Berührungen und Schnittpunkte. Die Ensemblemitglieder werden in der Theater-Werkstatt Thikwa in drei Bereichen ausgebildet: Schauspiel-Tanz / Handwerk-Grafik / Malerei-Plastik. Seit 1998 ist die Theater-Werkstatt Thikwa eine Zweigwerkstatt der Nordberliner Werkgemeinschaft (NBW). Thikwa erwartet keinen Behindertenbonus für Darsteller und Aufführungen, erwartet aber Gleichstellung. Das Ensemble wird professionell von wechselnden Trainern ausgebildet, die Inszenierungen werden von verschiedenen Regisseuren erarbeitet. In jedem Stück spielen auch Schauspielerinnen und Schauspieler ohne amtlich festgestellte Behinderungen mit. Die Stücke werden immer im Team entwickelt. Diese Zusammenarbeit ist für alle Beteiligten eine sehr befruchtende Herausforderung. Noch werden Menschen mit geistigen Behinderungen, die sich künstlerisch ausbilden lassen wollen, nicht von anerkannten Institutionen zu einem Studium zugelassen. Künstlerische Berufe können aber von Menschen mit oder ohne Behinderungen, auch der geistigen, ausgeübt werden. So bietet Thikwa als Werkstatt für Behinderte hier eine Möglichkeit zur Ausbildung. Auch glauben Film- und Theaterproduktionen oft mit anders Befähigten nicht umgehen zu können, was sich in der Praxis als Fehleinschätzung erweist. Die gesellschaftliche Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen erzeugt Ängste vor dem "Anderen", weil es die Angst vor dem Unbekannten ist. Das ändert sich aber langsam. Dies zeigte z.B. der Film KROKO, in dem vier Schauspielern von Thikwa erfolgreich mitspielten. Der Name "Thikwa" bedeutet im hebräischen "Hoffnung". Früher schrieben wir uns "Thikwà". Den Akzent im Namen lassen wir jetzt weg, um so mehr Akzente werden wir im Kulturleben setzen. Natürlich hoffen wir - z.B. auf eine Verbesserung der Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten für Künstler, die geistig und körperlich nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen. Dafür wollen wir mit unserer Arbeit ein Beispiel setzen und hoffen auf viele Nachahmer.